Vor etwa einer halben Stunde bin ich heimgekommen. Irgendwie bin ich müde. Wahrscheinlich wegen der langen Fahrt. Mann mann -.- Alle haben Omas im Nebenhaus und meine wohnt ne Stunde Autofahrt weit weg. Na ja, manchmal wohl besser so^^
Zum heutigen Tag:
Geplant war, dass wir um halb 10 losfahren. Hätte ich gewusst, dass mein Vater mitkommt, wär ich ne halbe Stunde später aufgestanden – und tatsächlich sind wir erst kurz vor 10 aus dem Haus gekommen. Der Mann ist nämlich ein absoluter Trödler.
Also sind wir auch viel zu spät gekommen, aber meine Tante war noch später. Haben wir eben ohne sie angefangen zu essen (also frühstücken). Sie kam dann als wir fertig waren, meinen Cousin im Schlepptau. Als die dann gegessen hatten, begab es sich mysteriöserweise wie jedes Mal, dass man uns vor die Tür gesetzt hat. Ja, genau so war das. Nur etwas verschönigt. Etwa so:
Oma: „Wollt ihr nicht ein bisschen spielen gehen?“
Wir brummen.
Oma: „Ich denk nur, weil euch das doch nicht so interessiert, was wir reden.“
(Das war leicht untertrieben. Eine geschlagene Stunde hatten wir dem Gerede über alles mögliche - ich glaube, kurz ging es sogar um einen Eimer, falls ich das recht verstanden hatte. Und ein Reh, ein totes Reh. Im Kofferraum – mehr oder weniger gelauscht und ich bin fast eingegangen vor Langeweile. Da konnte auch die Autozeitschrift nicht helfen, die zuerst ich und dann mein Cousin sich erfolglos durchgeblättert hatte. Deswegen war es vielleicht nicht ganz angebracht zu sagen es interessiere uns nicht so, was da geredet wurde. Es war eben einfach nur ... na ja ihr kennt das bestimmt.
Nach weiteren Sticheleien sind haben wir uns also in den Zwischenbau treiben lassen, wo wir uns dann gefühlte 2 Stunden angeschwiegen haben, ich und mein Cousin. Mein Vater und meine Mutter sind dann zu meiner Großtante, aber ich bin da geblieben. Kurz darauf sind meine Tante und mein Cousin dann auch noch gegangen, da hab ich mich eben allein angeschwiegen. War auch mal was neues.
Nachdem ich alle Süßigkeiten im Zwischenbau für abgelaufen befunden habe durch einfaches Hineinbeißen und wieder ausspucken und meine Zehen nicht mehr spüren konnte, hab ich probiert, ob der Fernseher geht – tat er nicht. Dann ob der CD-Player geht – tat er nicht.
Also bin ich ein bisschen auf dem Hof rumgelaufen, alle paar Minuten, wenn die Runde zu Ende war, bin ich an meinem Opa vorbeigekommen, kurzer Gruß und weiter ging’s.
Dann hab ich meiner Oma noch geholfen für ein paar Feriengäste zu übersetzen (sie hatte sich mit der Anzahl der Betten vertan und jetzt hatten sie nichts, wo sie die Nacht schlafen konnten. Die fröhliche Nachricht durfte ich verkünden.)
Anschließend wieder rumgestreunt, habe meine Runde um ein Feld erweitert, dann war mir aber zu kalt und ich bin rein, bisschen Schokolade genascht. Und plötzlich schlug mir meine Oma doch echt vor, mit mir zusammen einen Buchskranz zu machen. Man muss dazu sagen, dass ich mit ihr noch nie irgendwas wirklich gemacht hab. Nie! Aber ich hatte ihr erzählt, dass ich gern bastle und dann haben wir das doch tatsächlich gemacht. Das Kränzchen liegt jetzt in meinem Zimmer, ich muss es noch aufhängen. Sieht echt schön aus J