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Opened on : Dec 6th, 2008 489 raters 34887 views Ein Zeitvertreib für viel zu lange Tage
 
 
Corinna
Corinna 396663820
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Beschäftigung gesucht

Nov 4th 2009, 01:37 PM 1 raters


Das ultimative Zitat von heute: „Haben wir denn wenigstens irgendwas richtig gekauft?“ „Nein.“

Jaja, manchmal kann mein Vater schon echt griesgrämig sein. Besonders wenn er krank ist. Er liegt schon den ganzen Tag auf dem Sofa und guckt alles, was er sonst bei anderen (also vorzugsweise mir) bemeckert: Diese Psychologen-, Krimi-, oder Richtersendungen mit den erbärmlich schlechten Schauspielern, MTV (obwohl ich das nicht mehr gucke, seit da nur noch Schmarrn kommt) und KlatschSachen wie Talktalktalk oder Sam. ja, wenn er krank ist, dreht er echt am Rad, nörgelt mehr denn je etc. Wenn meine Schwester krank ist, darf sie sich aussuchen, was es zu essen gibt (morgen gibt’s Schnitzel mit Pommes – eine Premiere, denn seit ich auf der Welt bin gab es in dieser Wohnung noch nie Pommes). Wenn meine Mutter krank ist, steht sie um 5 Uhr morgens auf und putzt die Wohnung. Und ich bin nicht krank. Das heißt, fast nicht. Wenn ich es mal bin, genieße ich es meistens, ganz allein zu sein. Stelle meinen Wecker auf 9 Uhr oder so und knall mich dann vor den Fernseher mit allem was in irgendeiner Form ungesund ist (aber keine Waschmittel mehr). Seit mein Vater allerdings nur noch Teilzeit arbeitet, nur noch abends, bevorzuge ich es gar nicht mehr krank zu werden. Man nahm mir meinen letzten Strohhalm, um es bildlich zu machen. Versteht das nicht falsch, ich habe nichts gegen meinen Vater, neinnein er macht gute Rühreier, aber für diese Art der Rituale (und auch für alle anderen) erfordert es eben absoluter Verlassenheit. Ich fühlte mich ja schon in meinem Seelenfrieden gestört und unterbrochen, wenn meine Mutter 5 Mal von der Arbeit aus anrief, um sich zu vergewissern, dass ich noch nicht an meiner Krankheit gestorben bin. Wie soll das denn werden, wenn mein Vater durch die Wohnung wandelt? (Ich glaube, ich hab das von ihm geerbt)

Na ja, das zu den aktuellen Frustrationsquellen.

Viel schlimmer ist eigentlich, dass ich immer noch pleite bin, aber unbedingt eine Dvd brauche. Ich kann meine nicht mehr sehen. Also habe ich mich anders beschäftigt. Ich habe ein Buch gelesen (das stürzte mich in ernsthafte Depressionen), ich habe mein Zimmer aufgeräumt (jetzt macht mich die Ordnung nervös und hibbelig und ich springe alle paar Minuten auf, tigere durch mein Zimmer – was recht blöd ist, weil’s so winzig ist – und setze mich wieder hin), ich habe angefangen auf meinem Computer rumzutexten (jetzt tun meine Augen vom leuchtenden Bildschirm weh und ich bin leicht benebelt), ich habe Schokolade gegessen (jetzt ist mir schlecht, vor allem, weil ich zusätzlich gezwungen war, ein sehr reichhaltiges Abendessen zu mir zu nehmen, weil es kein richtiges Mittagessen gab, was der Hauptgrund dafür ist, dass ich mit der Schokolade überhaupt angefangen habe). Und jetzt suche ich mir eine neue Beschäftigung, die mindestens so viel Unheil nach sich zieht, wie gerade genannte.

Aah, ich glaube, ich habe eine gefunden ]:->

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Die Bucht

Nov 3rd 2009, 03:39 PM 2 raters


Das ist der dritte, nein der vierte Ferientag in Folge, an dem ich nicht ausschlafen konnte. Langsam werde ich sauer. -.-

Heute morgen bin ich zum Zahnarzt. Im Gegensatz zum Rest der Menschheit finde ich Zahnarztbesuche recht angenehm. Ich meine, man bekommt die Zähne poliert, hält ein entspanntes Pläuschchen (soweit mit offenem Mund möglich) und könnte danach mit diesen toll aussehenden Zähnen eigentlich auf ein Date gehen. Theoretisch gesehen.

Also ja, ich mag Zahnarztbesuche, nur Zahnärzte nicht. Hört sich leicht widersprüchlich an, ich weiß. Nicht, dass ich den Kerl nicht mögen würde oder so. Es kommt nur wirklich so rüber, als würde er rein gar nichts machen. Seit ich zum Zahnarzt gehe, hab ich ihn immer nur in den letzten 5 Minuten meines Besuchs gesehen.

Die Assistentin alias die Frau die seine Arbeit macht ist total nett und ich unterhalte mich echt gern mit ihr. Ich mag so was, mit fremden Leuten einfach mal reden. Eines der spaßigsten Dinge überhaupt für mich.

Abends war ich dann mit Ants im Kino, in Die Bucht. Ein Wahnsinnsfilm! Sollte man unbedingt gesehen haben. Wirklich verblüffend, wie viele Menschen keine Ahnung haben, was sich da abspielt. Ich finde es echt unglaublich, wie die Vertreter der Delfinfänger diese Massenabschlachtung rechtfertigen.

Für Interessierte: http://www.diebucht-derfilm.de/

Es ist wirklich zu empfehlen, sich das mal anzugucken und etwas dagegen zu tun. Denn obwohl es schon viele Aktivisten gibt, werden leider immer noch viel zu viele Delfine grausam ermordet.

Wir müssen wirklich dringend was tun!

Schon in etwa 40 Jahren werden die Fischbestände fast verschwunden sein, wenn das so weitergeht. Es wurde herausgefunden, dass für rund 70% der Menschen Fisch ein Grundnahrungsmittel ist. Wenn also in 40 Jahren kein Fisch mehr da wäre, wären die gesundheitlichen Folgen fatal (mal ganz davon abgesehen dass es dann keine Fische mehr gibt).

Die Reaktion der Fischer darauf war: „Dann fangen wir eben Delfine.“

Aber Delfinfleisch enthält einen sehr hohen Anteil an Quecksilber, was extrem schädlich ist. Das wissen zwar viele, jedoch wird Delfinfleisch quasi „anonym“ verkauft. Also wird behauptet, es handle sich um irgendeine andere qualitäthaltige Walart, dabei ist es Delfinfleisch.

Das ist wirklich unter aller Sau und ich finde, man sollte die Leute darüber aufklären.

Bitte helft dabei und erzählt es euren Bekannten. Wir können etwas dagegen tun!

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Quälerei

Nov 2nd 2009, 01:51 PM 1 raters


Montagmorgen, 9.00 Uhr:

Der Wecker klingelt. Ich schrecke aus dem Bett hoch und stelle erst mal das nervende Geräusch aus. Will mich grad wieder in die Kissen fallen lassen, als mir einfällt, dass ich losmuss. Stehe also fluchend auf, renne erst mal gegen meine Zimmertür (morgens ist mein Denken noch nicht so in Gang), flüchte ins Bad und putze mir die Zähne. Ich haste zurück in mein Zimmer, ziehe mich an, kämme mir die Haare, verzweifle bei dem Blick in den Spiegel. Verzweifle anschließend bei dem Blick auf die Uhr. Humple in die Küche (von wegen Indianer kennen keinen Schmerz -.-), würge unter strengster Beobachtung meines Vater ein Kuchenstück runter, woraufhin mir spontan prompt schlecht wird. Ich studiere aufmerksam die wirren Aufzeichnungen meines Vaters, in denen er mir wohl erklären will, wie ich den Arzt finden soll. Ich werfe einen weiteren Blick auf die Uhr, schnappe mir Jacke und Zettel und renne aus der Tür.

 

Montagmorgen, 9.54 Uhr:

Ich steige aus der U-Bahn aus, drehe mich einmal im Kreis und entscheide in die mir am sympathischsten wirkende Richtung zu gehen, weil ich aus meinem Zettel nicht so ganz schlau werde. Ich erkenne tatsächlich ein paar Plätze wieder, anfangs ...

„Echt? Wir müssen doch in die andere Richtung.“

„Nein, das ist schon richtig so.“

„Wirklich? Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine 180 Grad Wendung nicht ganz verkehrt wäre.“

In einem verzweifelten Dialog mit mir selbst versuche ich eine Entscheidung zu fällen. Nach ein paar Minuten beschließe ich, einfach der Nase nach zu laufen. Natürlich hat es längst angefangen zu regnen und ich bin ziemlich ... nass.

„Na toll.“

„Hör auf zu meckern.“

„Aber ich bin nass. Das ist recht unangenehm.“

„Tja, das hättest du dir überlegen sollen, bevor du beschlossen hast ohne Regenschirm und Kapuze aus dem Haus zu gehen.“

Ich ignoriere die verwirrten Blicke der Passanten und drehe meinen IPod lauter, um mich zum Schweigen zu bringen.

 

Montagmorgen, 10.10 Uhr:

„Ah, Frau ---! Nehmen Sie doch noch kurz im Wartezimmer Platz.“ Davon geblendet, gesiezt zu werden, übersehe ich die Ankündigung des berüchtigten kurzen Wartens und marschiere ins Wartezimmer. Ich werde von allen Seiten seltsam angeschaut. Leise murmelnd beschwere ich mich über die fehlende Vorgauklung von Respekt in dieser Welt. Zum Glück kann man nicht mehr als ein Brummen heraushören.

 

Immer noch am verfluchten Montagmorgen, 10.45 Uhr:

Ich bereue, mich morgens so abgehetzt zu haben, wobei ich doch locker eine Stunde länger schlafen hätte können. So wie das hier aussieht, wäre das nämlich niemandem aufgefallen.

„Frau ---!“ Ich kann mein Glück kaum fassen und stehe auf.

„Nehmen Sie doch bitte noch kurz hier Platz.“ Höhenflug beendet. Ich beäuge den Sessel vor mir misstrauisch, setze mich aber bereitwillig hin. Ich frage mich, ob ich jetzt aufgestiegen bin, durch die Umsetzung. Anscheinend nicht. Denn um 10.55 Uhr sitze ich immer noch am gleichen Fleck und belausche mehr oder weniger interessiert das Gespräch der Sprechstundenhilfe mit ihrem Ehemann und werfe hin und wieder einen Blick durch die gewellten Scheiben ins Behandlungszimmer, wo ich einen Mann mit schwarzen Socken und offenbar zu kurzer Hose erspähe. Der Arzt, tippe ich.

 

Montagmorgen, 10.59 Uhr:

In Selbstaufgabe sitze ich in mich zusammengesunken in dem verdammten braunen Sessel im verdammten Vorzimmer und bin kurz davor, der Sprechstundenhilfe an die Gurgel zu gehen, um das nervtötende, monotone „Hm-mm“ abzuwürgen. Sie und ihr Mann scheinen sich nicht viel zu sagen zu haben. Erstaunlich, dass sie es trotzdem schaffen geschätzte 15 Minuten, gespürte 2 Stunden, zu telefonieren.

Endlich öffnet sich die Tür neben mir und der Mann mit den schwarzen Strümpfen und der zu kurzen Hose steckt seinen Kopf heraus und bittet mich herein.

 

Montagmorgen, 11.15 Uhr:

Ich bin leicht empört, dass ich fast 50 Minuten auf eine Behandlung von 10 Minuten warten musste (die restlichen 5 Minuten hat eine seltsame Frau meine Hand mit einem Spachtel bearbeitet und mir erklärt, sie würde Hautschuppen abschaben - nix hat die abgeschabt!!!). Trotzdem habe ich schlimmere Probleme. Es regnet in Strömen und ich habe nicht den geringsten Schimmer, wie oder wo ich zurück zur U-Bahn kommen soll. Na super!

 

Montagmittag, 12.30 Uhr:

„Corinna, musst du nicht langsam zu Querflöte?“

...

„Corinna??“

(Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich bereits schluchzend unter der Bettdecke. Nichtsdestotrotz wurde ich 5 Minuten später grausamst gezwungen, wieder hinaus zu gehen. Und so gings den Rest des Tages weiter ...)

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Ruhiger Tag

Nov 1st 2009, 12:21 PM 1 raters


Tage, an denen man nur daheim sitzt, machen müde. Aber ich denke, das muss definitiv manchmal sein. War ja schon ganz schön.

Eigentlich wollte ich heute ja noch ein bisschen (und damit meine ich ziemlich lang) aufbleiben. Aber ich muss morgen schon um 9 Uhr aufstehen weil ich zum Arzt muss. Also wird da wohl nix draus -.-

Andererseits dürfte es den Arzt wohl kaum stören, wenn ich leichte Anzeichen von Augenringen habe ...

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FERIEN! Ferien...

Oct 31st 2009, 05:08 PM 2 raters


Leider bin ich trotzdem absolut pleite. Ants muss mir echt dringend meine 20 Euro zurückgeben, weil ich die Vermutung hab, dass das Geld das ich kriege, gleich wieder weg ist. Dabei bin ich sonst nie so verschwenderisch Oo Aber ich muss schon mal Utensilien für die Weihnachtsgeschenke besorgen und das kostet eben... Dieses Jahr bin ich nämlich wieder im Bastelwahn. Ich liebe Basteln! Möglicherweise etwas egoistisch, wenn ich mehr darauf achte, dass die Geschenke für die anderen mir gefallen als denen die sie kriegen, aber das eine lässt sich mit dem anderen verbinden.

Außerdem weigern sich meine Familienmitglieder permanent irgendwelche Wünsche zu äußern und deswegen bin ich jedes Jahr aufs Neue gezwungen, waghalsige Improvisationen anzustellen.

Vorletztes Jahr ist das alles etwas schief gegangen, letztes Jahr waren sie meine Geschenkideen einfach schon gewohnt. Also muss dieses Jahr was Neues her, besser als alles zuvor!!!

...

Aber vielleicht sollte ich mit meinen Androhungen wenigstens bis zur Weihnachtszeit warten. Ja, das wäre wohl besser.

 

Nun, zum Wesentlichen:

Corinna erlangte ihre alte Lebensfreude zurück. Der Tag wurde nur einen Moment kurz getrübt durch eine Anmerkung ihrer Freundin bzw. einer etwas aufdringlichen Frage, doch wenige Minuten später waren alle Anwesenden wieder in allgemeine Tratsch-Stimmung verfallen, wie es sich für anständige Mädchen gehört. Sonst verlief der Tag ohne nennenswerte Zwischenfälle.

 

Das war’s mit den Nachrichten heute, ich wünsche allen noch einen angenehmen Samstagabend und bis zum nächsten Mal!


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